Zur Handreichung des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) unter dem Titel „Klarheit und gute Nachbarschaft – Christen und Muslime in Deutschland“ erklärt der Bundesvorsitzende des Evangelischen Arbeitskreises der CDU/CSU (EAK) und Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Thomas Rachel MdB:
„Die aktuelle Handreichung des Rates der EKD zum Verhältnis von Christen und Muslimen in Deutschland ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie in gut protestantischer Weise offene Dialogbereitschaft und klare theologische Standpunktbezogenheit miteinander zu verbinden sind. Ich begrüße diesen neuen Text der EKD aber auch deshalb, weil er genau zum richtigen Zeitpunkt erscheint und somit für viele interessierte Bürgerinnen und Bürger eine hervorragende Gesprächs- und Orientierungsgrundlage zwischen Christen und Muslimen bereitstellt.
Es ist gut, dass dieser Text von evangelisch-theologischer Seite aus klar, umfassend und präzise die Spannungsbereiche sowohl in den unterschiedlichen Glaubensüberzeugungen als auch diejenigen des praktischen Zusammenlebens mit Muslimen nicht verschweigt. Es ist auch zu begrüßen, dass im Hinblick auf den interreligiösen Dialog in Bezug auf zentrale Themen wie Menschenrechte, Religionsfreiheit und Bejahung der freiheitlich-demokratischen Grundordnung deutliche Grenzen benannt werden.
Vor dem Hintergrund besorgniserregender Tendenzen im gegenwärtigen Islam stellt diese Stellungnahme nicht nur die eindeutige theologische Forderung nach einer hinreichenden selbstkritischen Auseinandersetzung des zeitgenössischen Islam mit sich selbst auf. Darüber hinaus versteht sie es auch, tragfähige Perspektiven des Dialoges zwischen in Deutschland lebenden Muslimen und Christen in Aussicht zu stellen.
Ich wünsche mir, dass diese hervorragende Stellungnahme nicht nur binnenkirchlich, sondern auch bei den hier lebenden Muslimen die Beachtung erfährt, die sie verdient.“
Berlin, den 29.11.2006
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